Trapezbleche in der Landwirtschaft

Einsatz von Trapezblechen in der LandwirtschaftIn Lagerhallen und Ställen darf sich an der Dachunterseite bildendes Kondenswasser (Schwitzwasser) nicht abtropfen, um ein Verderben des Lagergutes zu verhindern. Trapezblech neigt jedoch auf Grund der guten Wärmeleitfähigkeit zu einer sehr großen Kondenswasserbildung. Das ist nicht nur in Ställen der Fall! Häufig reicht eine stärkere Abkühlung der Außenluft aus, um die Kondenswasserbildung auszulösen. Ich habe einmal selbst gesehen, wie es bei einer Tankstelle mit einem allseitig offenem Trapezblechdach bei nebligem Wetter zu starken Tropfenbildung kam: man konnte schon fast von Regen sprechen. Besonders stark ist der Effekt immer dann, wenn warme Luft auf das kalte Blech trifft, wenn z.B. Schnee oder Reif auf dem Dach liegt und sich die Luft schon etwas erwärmt hat. An den geneigten Blechen läuft das Wasser dann bis zur nächsten Latte, um dann abzutropfen.

Die jeweilige Lösung muss man immer individuell finden, da sie stark vom Dachaufbau und der Nutzung des überdachten Raumes abhängt. Für Dächer mit einer Stahlunterkonstruktion und großen Sparrenabständen kann man Antikondensvlies einsetzen. Es saugt das Wasser wie ein Löschblatt auf. Allerdings muss das Vlies auch wieder trocknen können. Außerdem befindet sich zwischen Blech und der Unterlage (Holz, Stahl) eine meist nasse Vliesschicht, die zum Verrotten oder Rosten der Unterlage führen kann. Auch ist das Wasseraufnahmevermögen des Vlieses begrenzt (meist auf 1 Liter/m² bei waagerechter Montage - bei einem geneigtem Dach ist es deutlich weniger), so das es u.U. dennoch zu einem Abtropfen des Kondensats kommen kann. Man hört immer wieder die abenteuerlichsten Theorien, wo das Wasser wie hinlaufen könne, z.B. soll es in den Spalt zwischen zwei geteilten Dachplatten laufen. Könnte es auch, wenn es nicht schon vorher abtropfen würde.

Die oft propagierte Hinterlüftung bewirkt meist das Gegenteil:Die Bleche tropfen noch stärker, weil immer wieder neue feuchte Luft an den Blechen entlangstreicht und die in dieser Luft enthaltene Feuchtigkeit an den Blechen kondensiert.

Besser als Antikondensvlies (und nebenbei deutlich günstiger) funktioniert eine hochdiffusionsoffene Unterspannbahn. Weil die feuchte Luft nicht mehr an den Trapezblechen entlangstreichen kann, bildet sich kein Kondenswasser mehr. Selbst unter problematischen Bedingungen kann man so das Schwitzwasserproblem wirksam und günstig lösen. Allerdings ist die Befestigung der Unterspannbahn nur auf Holzkonstruktionen mit relativ geringen Sparrenabständen leicht möglich.

Etwas teurer, aber besonders effektiv ist die Verwendung von Sandwichpaneele (isolierte Trapezbleche). Durch die Dämmung kann sich Kondensat an den Dachplatten erst gar nicht bilden.Zur Kondensatverhinderung reicht schon die geringste Isolierschicht aus. Nebenbei werden Regen- oder Hagelgeräusche unter dem Dach wirksam vermindert.

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